Technische Kompetenzen- Googeln muss gelernt sein

Inspiriert durch die  online-Checkliste von Sam Glover (Lawyerist.com) , habe ich mir ein paar Gedanken darüber gemacht, welche technische Kompetenzen heutzutage erforderlich und hilfreich sein dürften, um als Jurist in Deutschland am effektivsten arbeiten oder bereits im Alltag zurechtkommen zu können. Hierbei gehe ich von der Einzelperson aus, die über keine eigene EDV-Abteilung und professioneller Hilfe verfügt.

Vorne weg: der Checkliste kann ich so wie sie ist voll und ganz zustimmen, bei dien genannten Punkten handelt es sich um durch und durch wichtige Fähigkeiten, die man beherrschen sollte. Dennoch bin ich der Meinung, dass man die Liste auch auf einen einzigen Punkt unterbrechen kann:

„Search Google using advanced search options “

Selbstverständlich haben wir alle was gegen Google. Datenschützer, Marktbeobachter, sogar die europäische Kommission selbst, von Konkurrenten und Anbieter weiterer Suchmaschinen braucht man erst gar nicht zu berichten. Dennoch ist eine Tatsache Fakt, die meiner Meinung nach niemand bestreiten kann

(fast) alles, was sich im Netz  finden lässt findet man über Google und ziemlich alles wozu man Fragen haben könnte steht  online zur Verfügung

 

Will man einen Kuchen backen, die Heizung entlüften oder die Autobatterie überbrücken, googelt man eigentlich schon fast automatisch. Öffnungszeiten, Speisekarten, Kontaktdaten…die Liste lässt sich bis ins Endlose erweitern. Somit lässt sich auch  ziemlich alles auf der o.g. Checkliste dank Google rausfinden. Die Frage ist nur, wie lange man braucht bis man die Lösung gefunden hat. Dies hängt vor allem von der Spezialität und Komplexität der Frage ab und ob man genau weiß was man sucht.  In dem Fall helfen  aber die sog. Google- Suchoperatoren weiter. Ich habe die meiner Meinung nach wichtigsten ausgesucht und beispielhaft zusammengefasst:

für genaue Suchbegriffe – Anführungszeichen

"Fortsetzungsfeststellungsklage"

Bestehen über Schreibweisen, Rechtschreibung etc. keine Zweifel, so lässt sich die Suche genauer gestalten, wenn man die Suchbegriffe zwischen Anführungszeichen setzt. Aber Vorsicht: verwendet jemand zum Beispiel einen 3. Namen, so wird die Person bei den Ergebnissen nicht angezeigt, wenn man nur nach „Vorname Nachname“ sucht. Vorausgesetzt: die Person wird irgendwo mit seinem 3. Namen erwähnt.  Dasselbe Prinzip lässt sich auch auf falsche Rechtschreibung übertragen.

Suchbegriffe ausschließen- Minuszeichen

 Frankfurt am Main -"an der Oder"
Rechtswidrigkeit -Strafrecht

Kann man davon ausgehen, dass der Begriff in mehreren Kontexten auftauchen kann, so lässt sich die Suche dadurch verbessern, dass man diese gekonnt mit Hilfe des Minuszeichens ausschließt.  Hierfür wird das Minuszeichen „-“  einfach vor dem auszuschließenden Begriff gesetzt.

Bereich / Intervall- 2 Punkte

 Ipad Pro 200€..500€

Möchte man sich nicht auf die Preisvergleichsportale verlassen,  so kann mann  auch direkt mittels Google nach einem Produkt suchen und z.B. den Preisbereiches einschränken. Hierfür setzt man zwischen die Beträge 2 Punkte „..“

Synonyme- Tilde

~Gesetz 

Will man nach einem Begriff suchen der einem aber nicht ganz bekannt ist, besteht  die Möglichkeit Mittels des sog. Tilde-Zeichens nach ähnlichen Begriffen und Synonymen zu suchen.

Dateiformat- filetype:

 "Merkblatt für Arbeitslose" filetype:pdf

Ist man auf der Suche nach einem Dokument in der Format .doc(Word), .xls(Excel) oder .pdf(Adobe),  u.U. so kann man diese dank der Ergänzung „filetype:pdf“ suchen lassen.

Nach unbekannten Wörtern suchen- *

SGB * Kündigung

Durch das Hinzufügen des  *Symbols in Kombination mit einem Wort oder einer Wortgruppe, wird an der Stelle ein Platzhalter hinzugefügt.  Ganz hilfreich, wenn man z.B: nicht weiß, wo, was in welchem Gesetz steht 😉

Suche in sozialen Netzwerken oder Webseiten – „@“, „site:“  und „#“

Während durch das Hinzufügen des @-Zeichens vor einem Begriff Google ein Befehl gegeben wird  in dem speziellen sozialen Netzwerk zu suchen, Beispiel:  @twitter  , lässt sich mittels site: eine Webseite explizit durchsuchen, Beispiel:  site:brak.de

Ähnlich funktioniert es auch  mit dem #-Zeichen vor einem Wort. Beispiel: SGB * Kündigungz#dubistjurist

Die ältere Version einer Webseite abrufen

Dieser Operator dürfte bei der Erstellung einer Dissertation o.ä sehr nützlich sein, sofern diese sich während der Erstellung der Arbeit ändern sollte.  Dies setzt jedoch voraus, dass Google im Cache eine ältere Version einer Webseite gespeichert hat. Ist dies der Fall, so lässt sich diese  durch den Befehlcache: vor der Webadresse abrufen.

Man wird nicht immer Operator brauchen und die Suche funktioniert auch ohne ziemlich gut. Mittels dieser lässt sich jedoch mit Sicherheit Zeit sparen und ein genaueres Suchergebnis erzielen. Vor allem die Suche nach verschiedenen Formaten und das Durchsuchen einer Webseite selbst dürfte einen erheblichen Mehrwert darstellen. Am besten einfach mal ausprobieren was man braucht. Viel Erfolg!:)

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