Ashurst Legal Hackathon – „Let‘s hack the law!“

"Ob der „ Hackathon - Hype “ damit inzwischen tatsächlich abklingt oder nicht? Das bleibt wohl abzuwarten. Aus meiner Sicht wäre eine – weiterhin möglichst interdisziplinäre – Fortführung aber wünschenswert."

„Let‘s hack the law!“ – unter diesem Motto fand am 10. und 11. Mai 2019 in Frankfurt am Main der Ashurst Legal Hackathon statt.

„Let‘s hack the law!“

Studierende aus den Bereichen Jura, Wirtschaftsrecht und Informatik wurden in das 26. Stockwerk des Opernturms eingeladen, um praxisnahe Use-Cases verschiedener Praxisgruppen der Kanzlei mit dem BRYTER-Tool zu bearbeiten. Darunter befanden sich die Themen Data Privacy, Corporate, Real Estate und Antitrust/Competition.

Nachdem wir uns auf die jeweiligen Use-Cases aufgeteilt hatten, die wir für die nächsten ca. 24 Stunden bearbeiten konnten, wurden jeder Gruppe noch ein Mentor aus dem jeweiligen Fachgebiet zugeteilt. Ziel war es, am Nachmittag des folgenden Tages ein funktionsfähiges Tool zu präsentieren welches direkt im Mandantenumfeld eingesetzt werden kann. Neben den Mentoren erhielten wir außerdem Unterstützung von BRYTER-Trainern und weiteren Ashurst „Jokern“, die insbesondere zur Frage der richtigen Präsentation der fertigen Tools wichtige Hinweise lieferten.

Besonders positiv fiel mir auf, dass es der Kanzlei geglückt war tatsächlich nicht nur Juristen, sondern auch Studierende aus verschiedenen Informatik-Studiengängen für die Veranstaltung zu begeistern. Die sich dadurch ergebende interdisziplinäre Zusammenarbeit wird zwar oft angestrebt, scheitert jedoch leider erfahrungsgemäß häufig an fehlenden Teilnehmern.

Zudem präsentierte sich die Kanzlei uns sehr technikaffin – unter anderem waren auch Ansprechpartnerinnen der kürzlich gegründeten Ashurst Digital Ventures, einer Gruppe von Tech-Experten der Kanzlei, aus London eingeflogen.

Während des Hackathons wurden wir bestens versorgt: von regelmäßigem Catering bis zu Barista & Cocktailbar in den späteren Stunden des Freitags – alles mit Ausblick auf die Frankfurter Skyline – blieben wenige Wünsche offen.

„We are taking fun seriously“

Durch die gesamte Veranstaltung zog sich der schon von Beginn an sehr lockere Umgang zwischen Angehörigen der Kanzlei und uns Studierenden. Sowohl die teilweise aus Glasgow und London angereisten Experten der Kanzlei, als auch die in Frankfurt ansässigen Partner und Associates konnten uns mit einem angenehmen und entspannten Umgang beeindrucken. Von einer derart lockeren Arbeitsatmosphäre mitten in einer Großkanzlei waren wir durchweg positiv überrascht.

Die am Samstagnachmittag folgenden Präsentationen der fertigen Tools durch die vier Gruppen zeigten sodann, dass diese Atmosphäre auch den Arbeitsergebnissen zugutekam. Alle Teams stellten einsatzbereite Tools vor, die entweder unmittelbar in der Kanzlei unterstützen könnten oder den Mandanten zur Verfügung gestellt werden können. Darunter waren ein DSGVO-Compliance Tool zu Auskunftsanfragen nach Art. 15 DSGVO, ein Corporate Policy Analyser mithilfe dessen bestimmte Vertragsprüfungen durchgeführt werden konnten, ein STO Generator und ein Tool zur Durchführung kartellrechtlicher Vertragsprüfungen.

Jury, Siegerehrung, Preisverleihung

Neben Tara Waters, die als Partnerin von Ashurst und Co-CEO von Ashurst Digital Ventures als Jury-Mitglied teilnahm, konnte Ashurst sich weitere externe Unterstützung sichern: Claudia Otto (COT Legal, „Recht innovativ“) und Prof. Dr. Thomas Wegerich (Liquid Legal Institute, AnwaltSpiegel-Gruppe) hatten die schwierige Aufgabe übernommen, die Ergebnisse der vier Teams zu bewerten.

Nach Siegerehrung und Preisverleihung konnten wir den Abend bei einer Dinnerparty ausklingen lassen, bei der sich erfreulicherweise auch weitere Möglichkeiten boten, sich mit den Jury-Mitgliedern über die Bewertung auszutauschen und Verbesserungsmöglichkeiten zu besprechen.

Ashurst Legal Hackathon 2019

Last month we were thrilled to host the Ashurst Legal Hackathon in our Frankfurt office, the first in a series of events to develop practical digital solutions for our clients. We brought together 22 student 'hackers', Ashurst lawyers and members of our technology and innovation lab, Ashurst Advance, from around the globe to develop real, client-facing tools. Within 24 hours, the participants had mastered complex legal problems using BRYTER technology, and pitched their digital product pilots to our expert judges. We're delighted to share this short video which captures the energy, creativity and unique team spirit that arose from this fantastic event. #AshurstLegalHackathon #legaltechnology #legalinnovation

Gepostet von Ashurst am Dienstag, 18. Juni 2019

Ob der „HackathonHype“ damit inzwischen tatsächlich abklingt oder nicht? Das bleibt wohl abzuwarten. Aus meiner Sicht wäre eine – weiterhin möglichst interdisziplinäre – Fortführung aber wünschenswert. Neben dem Einsatz der Tools an sich und den damit erworbenen Kenntnissen lässt sich durch eine Veranstaltung dieser Länge vor allem ein deutlich realistischerer Einblick in die Atmosphäre der Kanzleien finden, als bei den meisten Recruiting Veranstaltungen.

Zudem können wir Studierende eine bessere Einschätzung davon gewinnen, in welcher Weise die Kanzleien die lizensierten Tools tatsächlich in ihrer alltäglichen Arbeit einsetzen.

 

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